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Das Wort Fahrstuhlmusik wird heute vor allem abwertend für besonders seichte, dahin plätschernde Musik verwendet. Tatsächlich aber wird in Hotellobbys, Fahrstühlen und Supermärkten speziell arrangierte Musik zur Dauerberieselung der Gäste und Kunden abgespielt, die von den Menschen nicht bewusst wahrgenommen wird, aber unterschwellig für ein gutes, geborgenes und entspanntes Grundgefühl sorgen soll. Ziel dieser Berieselung ist es, den Kunden zum Bleiben und Kaufen zu verleiten. Damit der Konsument sich nicht aktiv mit dieser Musik auseinandersetzt, wird bei der Fahrstuhlmusik – im Englischen auch Muzak genannt – auf Dissonanzen, Gesang und eine lebendige Dynamik verzichtet. Ein Song geht nahtlos in den anderen über; durch ein spezielles Boxensystem beschallt Musik die Kunden überall in der gleichen geringen Lautstärke.
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