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Der Limbo ist eigentlich ein mit Trauer und Abschied verbundener Tanz: Auf den Westindischen Inseln wird er traditionell eine Woche nach einem Begräbnis vollführt und soll dazu dienen, die Seele des Verstorbenen aus dem Schwebezustand zwischen Diesseits und Jenseits zu befreien. Aus diesem Zweck resultiert auch sein Name: das englische „to be in limbo“ bedeutet übersetzt: „In der Schwebe sein.“ Seinem traurigen Ursprung zum Trotze gilt der Limbo auf der ganzen Welt als fröhlicher Partytanz, was sicherlich mit seinem Prozedere zusammen hängt: Der Tänzer muss, begleitet von karibischen Rhythmen, tanzend den Oberkörper nach hinten beugen und sich ohne zu Fallen unter einer waagrechten Stange hindurchbewegen. Beim Limbo-Weltrekord, den die Tänzerin Marlene Simons seit 1987 hält, betrug die Höhe dieser Stange nur noch 16,5 Zentimeter. |