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Die Zeiten,
in denen der Musikfreund bleischwere Abspielgeräte
mit sich herumschleppen musste, um in den Genuss seiner
Lieblingsmelodien zu kommen, sind seit langer Zeit vorbei.
Sowohl der Walkman, der noch Audiokassetten abspielte, als
auch der portable CD-Player haben ausgedient.
Voll im Trend liegen hingegen die so genannten MP3 Player.
Was
aber sind das überhaupt genau?
Diese mittlerweile schon längst in Mode geratenen Abspielgeräte
geben stark komprimierte Musikdateien wieder. MP3 (lang:
MPEG-1 Audio Layer 3) ist der Name des Dateiformates, das
hauptsächlich für die neuen, kleinen Abspielgeräte
zur Verwendung kommt. Während rohe, nicht
komprimierte, Audiodateien sehr viel Speicher benötigen,
braucht man für ein Lied im MP3 Format in zufrieden
stellender, durchschnittlicher Qualität mit 128 kBit/s
Datenrate lediglich ca. 3-5 MB Speicherplatz.
Auch wenn man die gängigen Geräte immer noch als
MP3 Player bezeichnet, spielen die meisten dieser
Geräte heutzutage auch ein paar andere Dateiformate
wie etwa AAC oder WMA ab. Während WMA-Dateien gleichermaßen
verlustbehaftet wie MP3 Files sind, bietet das AAC-Format
eine bessere Musikqualität bei ähnlich starker,
aber weitaus effizienterer, Datenkompression.
Die
Verwendung ist für gewöhnlich sehr einfach.
Zunächst einmal muss dem Gerät Musikmaterial zugeführt
werden. Im Internet haben sich seit einiger Zeit verschiedene
legale Musikbörsen aufgetan, die einzelne Lieder wie
auch ganze Alben zum Download anbieten. Für ca. einen
EURO pro Song bzw. 10 EURO pro Album ist man hier dabei.
Eine andere Möglichkeit ist es, seine eigenen CDs mit
einem entsprechenden Programm in den PC einzulesen und sie,
wenn nötig, in ein für den MP3 Player kompatibles
Format zu konvertieren. Hierbei sind jedoch die gängigen
Kopierschutzvorschriften zu beachten und einzuhalten!
Wenn das Gerät mit Musik versorgt ist, geht es an die
Bedienung:
Trotz der oftmals extrem kompakten Bauweise (manche Geräte
sind so klein wie eine Streichholzschachtel) sind die Bedienelemente
üblicherweise einschlägig angeordnet. Player ohne
Display, die mittlerweile immer seltener werden, sind nach
dem Zapping - Prinzip einer Fernbedienung bedient.
Man schaltet sich hierbei mit den Vor- und Zurücktasten
durch die aufgespielten Songs.
Bei Modellen mit einem Display ist die Bedienung komfortabler,
weil zielgenauer: Auf dem kleinen Screen lassen sich die
Lieder einzeln ansteuern, was beispielsweise bei der Suche
nach dem persönlichen Lieblingslied von Vorteil sein
kann.
Die meisten Geräte stellen zudem verschiedene Klangmodi
zur Auswahl, so dass man seine persönlichen Musikpräferenzen
durch das Einstellen von beispielsweise mehr oder weniger
Bass gezielt unterstreichen kann.
Das Hören der Musik erfolgt natürlich über
einen Kopf- oder Ohrhörer. Man kann den Player auch
an Boxen anschließen, was jedoch wenig sinnig ist,
da dadurch der Mobilitätsfaktor zerstört werden
würde und man auch gleich die Heimanlage anschalten
könnte.
Dass viele Player nicht nur Musik wiedergeben, sondern auch
kurze Sprachpassagen aufzeichnen können, ist manchen
Benutzern unbekannt. Dank dieser Memofunktion kann das Gerät
als wichtige Gedächtnisstütze fungieren.
Im Laufe
der letzten Zeit sind die kleinen portablen Musikboxen immer
erschwinglicher geworden. Anfängervarianten mit relativ
geringem Speicher (ca. 256 MB) gibt es oftmals schon ab
20 EURO zu kaufen, Geräte mit viel Kapazität (etwa
2 GB) kosten meistens noch über 70 EUR. Markengeräte
mit besonders gutem Klang oder Zusatzfunktionen haben weit
höhere Preise.
Neben den Exemplaren mit fest implantiertem Speicher sind
auch solche Player erhältlich, die man mit externen
Speicherkarten bestücken kann. Da diese Karten im Laufe
der Zeit immer günstiger und effizienter werden, könnte
sich der Kauf der kartenfähigen MP3-Player lohnen.
Nach
und nach werden sie von den so genannten Media Playern abgelöst.
Diese sind nicht nur in der Lage, Audiodateien wiederzugeben,
sondern dienen auch als mobile Festplatte und zum Aufzeichnen
und Abspielen von Bildern und Videos oder sogar als Handy.
Das Nachrücken dieser Allround-Geräte wird die
Preise von Playern, die nur auf Musikdateien spezialisiert
sind, mehr und mehr drücken, so dass mit weiteren Preissenkungen
zu rechnen ist.
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