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Musik und Emotionen

In erster Linie stellt sich die Frage, warum Menschen überhaupt Musikhören. Für viele ist es die Erinnerung und die Verbindung an bestimmte Ereignisse, für anderen das Erreichen einer Stimmung, das heißt, im Allgemeinen einer Anhebung der Stimmung zu erreichen. Oft dient Musik aber auch zur Beruhigung, Stressreduktion und Entspannung. Wie nah Musik und Emotionen beieinander liegen, wird meistens überhaupt nicht wahrgenommen. Im Wesentlichen ähneln sich Musik und Emotion durch die Punkte der Dynamik, durch die kognitiven Inhalte und durch den Zeitpunkt der Aktivierung.

Ebenso wie die Musik erstreckt sich auch die Emotion lediglich über einen bestimmten Zeitraum, ohne dass dieser festgelegt wird. Diese Flexibilität und Variabilität schafft eine Parallele zwischen beiden Begriffen. Eine Aktivierung von Emotionen erfolgt beispielsweise durch musikalische Vorgaben wie Tempo oder Lautstärke. Aus kognitiver Sicht ist die Wirkung der jeweiligen Musik für die Emotion ausschlaggebend. Ob fröhlich, erquickend oder gar beruhigend - der Spektrum ist schier unerschöpflich. Die Wahrnehmung der Emotion kann einmal durch den Begriff Emotionswahrnehmung und einmal durch den Begriff Emotionsinduktion ausgedrückt werden. Die Emotionswahrnehmung hält lediglich fest, welche Emotionen der Hörer durch die Musik erkennt. Wird allerdings durch die Musik einen bestimmte Emotion ausgelöst, fällt dies in den Bereich der Emotionsinduktion.

Im Bereich der musikalischen und emotionalen Wahrnehmung haben sich im Laufe der Zeit zwei philosophische Richtungen herausgeprägt. Zum einen die Kognitivsten und zum andern die Emotivisten. Die Kognitivsten können lediglich die Emotionswahrnehmung begründen und gehen davon aus, dass durch die Musik keine Emotion beim Menschen ausgelöst werden kann. Die Emotivisten hingegen sind der festen Überzeugung, dass durch Musik eine Fülle an Emotionen freigegeben werden kann. Emotionen, die durch die Musik wahrgenommen werden, können beispielsweise Angst, Freude oder auch Traurigkeit sein. Die Abgrenzung erfolgt vor allem durch die Tempoangabe sowie durch die Lautstärke. Wird Angst über Musik zum Ausdruck gebracht, handelt es sich immer um ein Stück in Moll. Hinzukommt, dass das Tempo sowie die Lautstärke drastisch ansteigen. Freude wird aktiviert, wenn ein Dur-Musikstück ebenfalls mit Tempo, Lautstärke und Tonhöhe belegt wird. Bei Traurigkeit hingegen wird ebenfalls ein Moll-Musikstück verwendet, welches an Tempo, Lautstärke und Tonhöhe verliert. Als gutes Beispiel ist hier "Peter und der Wolf" zu nennen, der mit dem Repertoire an Blasinstrumenten vielseitige Emotionen zum Ausdruck bringt.




 

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