www.besttips.de   Band Suche
Site Map
Zur Startseite    
Bands Mp3 Charts Konzerte
 

Musik von A-Z

 

 

 

 


Die Instrumente des Blues

Das wohl wichtigste Instrument dieser Musikrichtung ist die Gitarre. Während bis weit in die 20er Jahre hinein das Banjo als Vorreiter galt, etablierte sich die Gitarre als heraus ragendes Kennzeichen des Blues. Grundsätzlich kann zwischen akustischer und E-Gitarre unterschieden werden. Große Blues-Bands nutzen in aller Regel die akustische Gitarre, um sie als Gesangsbegleitung einzusetzen. Die eher harten und verzerrten Töne der E-Gitarre finden nur in kleinen und unabhängigen Bluesbands Anwendung. Dicht gefolgt kommt die Mundharmonika. Sie ist ebenfalls ein wichtiges Element im Rahmen des Blues und wird ebenso wie die Gitarre als Soloinstrument dargestellt. Im Grunde haben Mundharmonika und Gitarre denselben Stellenwert. Der wesentliche Vorteil einer Mundharmonika ist natürlich, dass sie in jede Hosentasche passt. Faszinierend ist vor allem das Klangspektrum der Mundharmonika. In aller Regel warme und weiche Töne produzierend, schafft sie es allerdings auch zu verzerrten und elektrisch anmutenden Tönen. In aller Regel wird die Mundharmonika beim Spielen in zwei Händen gehalten, um so die typische Modifizierung des Blues zu erreichen. Das eher verzerrte und blecherne Geräusch entsteht dadurch, dass die Mundharmonika an ein Mikrophon gehalten wird.

Der ganze Trick besteht darin, ein billiges Mikrophon auszuwählen. Je billiger und einfacher das Mikrophon ausgebaut ist, umso besser können die verzerrten Töne umgesetzt werden. In der heutigen Bluesszene hat das Klavier so gut wie keine Bedeutung mehr. Zu Beginn dieser Musikrichtung wurde dem Klavier eine große Bedeutung beigemessen. In einigen Bluesbands stand es sogar vor der Gitarre. Das heute oft genutzte Schlagzeug wurde erst nach dem zweiten Weltkrieg in den Blues integriert. Die heutige Bassgitarre hat in den 40er Jahren den Kontrabass abgelöst. Er ist maßgeblich an den tiefen und eintönigen Klängen des Blues beteiligt und bildet sogleich die rhythmische Grundlage. Blasinstrumente finden im Blues relativ wenig Anwendung. Ab und an eine Trompete, hier und da eine Posaune, ein Saxophon oder auch mal eine Klarinette - alles in allem sind sie hintergründig.

Aus inhaltlichen und thematischen Gesichtspunkten kann der Blues als Vorreiter des heutigen Pops gesehen werden. Das Aufgreifen gesellschaftskritischer und wirtschaftspolitischer Inhalte, die meist einen deprimierenden Anschein vermittelten, wurde bereits durch den Blues konkretisiert.

Kaum eine Musikrichtung verfügt über so viele Grundtöne wie der Blues. Zu Anfang lassen sich sicherlich der klassische Female-Blues, der Jump-Blues, der Country-Blues, der Piano-Blues, der Britisch-Blues, der moderne elektrische Blues, der moderne akustische Blues, der Rhythm and Blues sowie Soul nennen. Weiterhin prägten sich innerhalb der vereinigten Staaten regionale Stile heraus. So beispielsweise der Chicago-Blues, der Delta-Blues, der Texas-Blues, der Memphis-Blues, der Westcoast-Blues, der New Orleans-Blues und letztlich der Louisanna-Blues.

Der klassische Female-Blues hat seinen Namen nicht zu Unrecht. In den Anfängen des Blues, in den 20er Jahren, waren es vorwiegend Frauen, die als Interpretinnen auftraten. Erst Anfang der 1930er Jahre kamen verstärkt Männer in das Geschehen. Die klassischen Bluessängerinnen Ma Rainey, Bessie Smith, Amalie Smith sowie Viktoria Spivey waren allesamt vom Jazz geprägt. Gerade Ma Rainey, eine der ersten Blues-Künstlerinnen, schaffte es Blues und Jazz zu vereinen. Auffällig war vor allem ihre kräftige Stimme, so dass sie selten von einer Band begleitet wurde.

Der Jump-Blues ist im Grunde genommen eine wilde Kreuzung verschiedener Musikstile. Die Big Band, Boogie Woogie und auch eine kleine Prise Jazz spielen hier hinein. Jump-Blues zeichnet sich vor allem durch seine Tanzbarkeit und seine Fähigkeit jede Party im Gange zu halten aus. Anders als beispielsweise der Female-Blues arbeiteten Musiker dieser Stilrichtung mit den althergebrachten Musikinstrumenten, so dass zum Beispiel die neu eingeführte E-Gitarre gänzlich fehlte. Wichtige Künstler sind vor allem Nappie Brown, Roy Brown, Louis Jordan, Roy Milton, Big Joe Turner und Jimmy Witherspoon.

Der Country-Blues ist ebenfalls ein bunter Mix aus verschiedenen regionalen Stilrichtungen. Ob Mississippi, Lousianna, Altanta oder auch Chicago, allesamt spielten hier hinein. Im Grunde kann gesagt werden, dass alle Blues-Richtungen, die sich die Gitarre als vorrangiges Begleitinstrument zu Nutze gemacht haben, in den Bereich des Country-Blues hineinfallen. Bedeutende Musiker sind vor allem Blind Blake, Skip James oder auch Mississippi John Hurt.

Der Piano-Blues trägt seinen Namen aufgrund der vorherrschenden Stellung des Klaviers. Weit bevor die Gitarre in den 20er Jahren eingeführt wurde, schaffte das Klavier die eigentliche Grundlage dieser Stilrichtung. Der Piano-Blues fasst ebenfalls eine bunte Stilmischung zusammen. Zum einen ist hier, die aus dem Jazz bekannte, Rag Time vertreten und zum anderen sind wiederum Einflüsse des Boogie Woogie, des Westcoast-Jazz sowie verschiedenen regionalen Bluesstilen zu spüren. Bekannte Musiker sind Albert Ammons, Sunnyland Slim, Ron Levy und Dave Alexander.

Der Britisch-Blues verdankt seinen Namen eigentlich nur der Anlehnung an die Pop-Musik. Erst in den 50er und 60er Jahren, in seiner Blütezeit, musste sich der Britisch-Blues seinen Weg neben der Popmusik bahnen. Dennoch lassen sich auch direkte Verbindungen zur Rock-Musik ziehen. Der Britisch-Blues hat unter anderem die Rolling Stones in jungen Jahren, Garry Moore, Eric Clapton, Dustro Bennett, Fleetwood Mac ebenfalls in jüngeren Jahren sowie The Animals hervorgebracht.


 

Kontakt Impressum Copyright © 2001 Besttips.de. All Rights Reserved.