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Musik von A-Z

 

 

 

 


Allgemeine Notenlehre

Noten sind ein fester Bestandteil der Musik. Musik lebt von den Noten, wird durch diese zum Ausdruck gebracht. In einem Orchester, in einer Band und selbst Sänger und Sängerin müssen sich nach diesen richten, um eine einheitliche Melodie zu erzeugen.


Grundsätzlich können Noten in folgender Form dargestellt werden.

Über die Länge einer Note entscheidet ihr Notenwert. Zu unterscheiden sind dabei Ganze Noten, Halbe Noten, Viertel Noten. Achtel Noten, Sechzehntel Noten sowie Zweiunddreißigstel Noten.
Sie entscheiden sich durch ihr Aussehen, so dass diese das Einprägen der Notenwerte immer das erste Kapitel der allgemeinen Notenlehre ist.

  Beschreibung Erkennungsmerkmale Takt
Ganze Note Leerer Notenkopf ohne Notenhals 4/4
Halbe Note Leerer Notenkopf, mit Notenhals 1/2
Viertel Note Gefüllter Notenkopf, mit Notenhals 1/4
Achtel Note Gefüllter Notenkopf, mit Notenhals
und 1 Fähnchen
1/18
Sechszehntel Note Gefüllter Notenkopf, mit Notenhals
und 2 Fähnchen
1/16


Nur mit den Notenwerten ist es allerdings in dieser Stelle nicht getan. Der eigentliche Wert der Note kann mit einem Verlängerungspunkt entsprechend erweitert werden.
Wird ein Verlängerungspunkt hinter die Note geschrieben, heißt das für den Musiker, dass die Note um die Hälfte ihres Wertes verlängert wird.

 

Im Notensystem wird der Verlängerungspunkt wie folgt dargestellt:


Maßgeblich für den Rhythmus eines Liedes sind nicht nur die Notationen sondern vielmehr die darin verwendeten Pausezeichen. Sie ersetzen praktisch eine Note und zeigen Pausen mit dem Zählwert der jeweiligen Note auf.

Ganze Pause Achtel Pause
       
Halbe Pause Sechszehntel Pause
       
Viertel Pause Zweiunddreißigstel Pause
       

 

Ebenso wie bei den Noten können Pausen ebenfalls mit einem Verlängerungspunkt beeinflusst werden. Auch hier wird der die Hälfte des ursprünglichen Pausenwertes verdoppelt.

 

Noten, Pausen und Verlängerungszeichen werden gemeinsam in einem Notensystem dargestellt. Grundsätzlich verfügt dieses über fünf Linien, wobei je nach Tonlage Hilfslinien zum Einsatz kommen können.

 

Die Tonlage wird durch Notenschlüssel vorgegeben, welcher immer am Anfang eines Taktes stehen.

 

Der Violinschlüssel ist richtungsweisend für die Note "g". Beim genauen Betrachten fällt auf, dass der Violinschlüssel die zweite Zeile des Tonsystems umschließt und somit auf die Note "g" hinweißt.
Violinschlüssel werden vor allem bei hohen Tonlagen verwendet, so beispielsweise soprane und mezzosoprane Frauenstimmen, eben die Violine und hohe Blasinstrumente.

Der Alt- und Tenorschlüssel findet nur bei wenigen Instrumenten Anwendung. Die fokussierte Note ist das "c", welches sich auf der mittleren Notenlinie befindet. Die Unterscheidung zwischen Tenor- und Altschlüssel erfolgt aufgrund der Tonlage der entsprechenden Instrumente. Mit dem Altschlüssel spielen vor allem die Bratsche sowie die Altposaune, während die Tenorposaune mit dem Tenorschlüssel arbeitet. In diesem Fall findet sich der Ton "c" auf der zweiten Linie von oben wieder.

 

Der Bassschlüssel legt sich auf die Note "f" on der zweiten Linie von oben fest. Er findet Anwendung bei tiefen Stimmen, vor allem im Bereich der männlichen Sänger sowie bei tiefen Bläsern, Streichern und sogar Tasteninstrumenten.
Vorzeichen spielen in der Musik und Notenlehre eine große Bedeutung. Die Nutzung von Vorzeichen wirkt sich auf den Ton bzw. Klang von Intervallen und Notationen aus.

Als Vorzeichen werden entweder das Kreuzvorzeichen oder das b-Vorzeichen genutzt. Grundsätzlich wird der ursprüngliche Ton durch das Kreuzvorzeichen um einen halben Ton erhöht. Auf dem Klavier lässt sich dieses am besten erklären. Ein Klavier verfügt über schwarze und weiße Tasten, wobei der Ton von weißer zu weißer Taste einem ganzen Ton gleichkommt, während der Sprung von einer weißen auf eine schwarze Taste einen Halbton darstellt. Um zu wissen, wenn ein Halbton, also die schwarze Taste angespielt werden muss, werden die Vorzeichen genutzt.

Das b-Vorzeichen hingegen senkt den Ton um einen Halbton.

 

Vorzeichen sind nur für einen Takt gültig, müssen also dementsprechend immer wieder gekennzeichnet werden. Wichtig ist auch, dass sie sich tatsächlich nur auf den Ton beziehen, der benannt wird. Wie werden in einem Takt so lange verwendet, bis dies mit einem Auflösungszeichen aufgehoben werden. Jedes Vorzeichen kann auf diese Weise aufgelöst werden.

 

 

Erhöhte bzw. gesenkte Töne werden mit entsprechenden Endungen versehen. Werden die Töne mit einem Kreuzvorzeichen erhöht, wandelt sich die bekannte Tonleiter wie folgt von:
c d e f g a h in cis dis eis fis gis ais his.

Wird hingegen ein b-Vorzeichen genutzt ergibt sich folgende Wandlung:
c d e f g a h in ces des es fes ges as b

Der Ton "h" wird bei de Nutzung eines b-Vorzeichens ins den Ton "b" umgewandelt, wodurch sich letztlich auch das Vorzeichen und der Name herausprägten.

Im Gegensatz zu den genannten Vorzeichen agieren Generalvorzeichen für das gesamte komponierte Stück. Sie werden direkt hinter den Notenschlüssel geschrieben und vor dem Takt eingefügt.

 

An oben genanntem Beispiel werden die Töne "g" und "a" dauerhaft erhöht und werden nunmehr als "gis" und "ais" gespielt. Obgleich sie für das ganze Stück zutreffen, muss bei Änderung des Notenschlüssels allerdings eine Neuaufführung erfolgen, vorangehend immer ein entsprechendes Auflösungszeichen.
Eine Erhöhung und Senkung um zwei Halbtöne ist mit einem entsprechenden Vorzeichen ebenfalls möglich. In diesem Fall sind das Doppelkreuz und Doppel-b die maßgebenden

Der Takt spielt in der Notenlehre eine große und vor allem wichtige Rolle. Er bestimmt das Tempo sowie die Betonung des Stückes.

 

Am bekanntesten ist hier sicherlich der 4/4 Takt, der in die Kategorie zusammengesetzte gerade Takte geführt wird. Jede Note dieses Taktes wird als Viertel Note gespielt, so dass beim rhythmischen zählen grundsätzlich vier Grundschläge zu erwarten sind. Die Betonung liegt dabei auf der ersten und auf der dritten Note.
Im Wiener-Walzer-Schritt geht es auf dem 3/4 Takt. Der einfache ungerade Takt. Die Betonung liegt hier immer auf der ersten Note.
Zweiertakte wie 2/2 oder auch 2/4 verzichten hingegen auf jegliche Betonung der einzelnen Noten. Sie werden als Halbe Noten gespielt.
Eine weitere Steigerung ist das "Staccatissimo". Mit diesem Zeichen werden die Noten noch kürzer angespielt als beim "Staccato". Sie werden mit einem Pfeil unter dem Notenkopf gekennzeichnet.

 

Weitere Vortragszeichen sind Legato und Non Legato. Legato verbindet Noten miteinander, so dass keine Spielpausen entstehen. Die Verbindung mehrerer Noten erfolgt dabei durch einen Bogen. Legato heißt auf Deutsch "gebunden". Der Bindebogen ist Sinnbild für Legato. Die Spieltechniken variieren von Instrument zu Instrument. Beim Klavier beispielsweise wird der entsprechend lang gezogene Ton durch das Halten der Tasten erzeugt. Blasinstrumente bedienen sich einen langen Luftstoß.

 

Beim Non Legato werden die Note nicht miteinander verbunden. Der Haltebogen weißt darauf hin, dass es sich um Non Legato handelt, obgleich die Bezeichnung direkt über die Notenzeile geschrieben wird. Non Legato reicht sich zwischen Legato und Staccato ein und zeichnet sich durch eine kurzes, kaum hörbares Absetzen zwischen den einzelnen Noten aus.

 

Es gibt mitunter spezifische Artikulationszeichen, die lediglich für bestimmte Instrumente in Frage kommen. Gerade Saiteninstrumente schaffen aufgrund ihrer Spielweise ein vielseitiges Klangrepertoire. Durch das besondere schlagen oder zupfen der Seite werden Klänge erzeugt, die beispielsweise Tasteninstrumente nicht generieren können.

Der Glissando ist das kontinuierliche Ändern von Tonhöhen, wobei die Finger oder auch der Bogen dabei immer auf einer Saite gleiten. Gerade Gitarren, Violine und weiteren Streichinstrumenten kann diese Technik zum Einsatz kommen. Tasteninstrumente sind aufgrund ihrer Beschaffenheit dazu nicht in der Lage. Einige Blasinstrumente, das sind Posaunen, Saxophone und Trompeten, können mit speziellen Spieltechniken an das Glissando herantreten, allerdings schaffen sie keinen direkten Vergleich zu Streich- und Saiteninstrumenten.

 

Fall and Lift bezeichnet das Anheben bzw. Absenken von Tönen. Diese Technik lässt sich am besten mit Zupf- und Saiteninstrumenten umsetzen.

 

Allgemeingültig hingegen ist die Akzentuierung. Mit diesem Artikulationszeichen werden einzelne Töne explizit hervorgehoben. Jedes Instrument kann mit diesem stilistischen Mittel arbeiten.

 

Verzierungen schaffen künstlerische Freiräume. Jede Epoche schafft somit ihren eigenen Stil. Nicht nur, dass die Musik durch Verzierungen ihren individuellen Klang erhält, vielmehr wird dem Musiker bzw. Künstler die Möglichkeit gegeben, zu improvisieren. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wobei wir nur die gängigsten hier aufführen möchten. Die Schreib- bzw. Darstellungsweise hat sich über die Jahre hinweg drastisch geändert. Wir zeigen Ihnen die heute angewandte Symbolik auf.

Langer Vorschlag/ Kurzer Vorschlag

 

Bei einem langem Vorschlag spielen immer mehrere Noten zusammen. Es handelt sich hierbei um einen Einschiebung mehrere Töne zwischen den eigentlichen Haupttönen. Während der lange Vorschlag durch eine kleine Note oberhalb der Hauptnote angezeigt wird, zeichnet sich der kurze Vorschlag durch eine durchgestrichene kleine Zusatznote aus.

Das Tremolo ist ein weiteres Element, welches vor allem bei Zupf- und Saiteninstrumenten Anwendung findet. Hierbei handelt es sich um die schnelle Wiederholung ein und desselben Tones. Gerade bei Gitarren wird dieses Element gern verwendet und kann auch gut umgesetzt werden.

Triller ist der ständige Wechsel zwischen zwei verschiedenen Tönen.

 

Pralltriller verfügt über die gleichen Eigenschaften wie der Triller, allerdings erfolgt der Wechsel zwischen zur nächst höher liegenden Noten nur einmalig.

Den Gegensatz schafft das Mordent, denn hier wird die nächst tiefere Note angespielt, auch hier nur einmal.

 

Der Doppelschlag reiht sich zu dem langen und kurzen Vorschlag. Hier wird eine Hauptnote durch die jeweils benachbarten Noten umspielt.

 

Jazz hat das Stilelement Shake geprägt. Hierbei geht es in erster Linie darum, den Hauptton mit einem Vibrato ausklingen zu lassen. Blasinstrumente eignen sich am besten, um den Shake auszuführen.

 

Der Hammer wird vorwiegend auf der Gitarre, selten auf dem Klavier gespielt. Hierbei wird mit gängigen Melodien gebrochen indem ein kurzer Vorschlag zur Hauptnote hinzugefügt wird. Von einem Hammer spricht man dann, wenn es sich hierbei um einen Dreiklang handelt.

 

 

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