Was Sie über Musik wissen sollten
So weitläufig der Begriff Musik auch, so ist zumindest
eine annährende Eingrenzung und Definition möglich.
Musik ist immer subjektiv. Während dieser Betrachtungsweisen
konnten sich die verschiedenen Musikstile ausprägen und vor allem
auch etablieren. Musik ist Unterhaltung, Therapie aber auch Werbung.
Nahe zu jede Botschaft kann über Musik vermittelt werden. Dazu
bedarf es noch nicht einmal einem aussagekräftigen Text. Musik
ist für viele ein Lebensinhalt, wenn nicht gar eine Maxime, nach
der gelebt wird.
Die Grundlage der Musik ist die Musikwissenschaft. Hier
wird der Methodik auf den Grund gegangen. Es geht dabei nicht nur
darum, Musik zu interpretieren, sondern das interpretierte weiter
zu verarbeiten oder auch selbst zu musizieren.
Musikwissenschaften sind grundsätzlich in systematische, angewandte,
historische und ethnologische Wissenschaften zu unterscheiden.
Die systematische Musikwissenschaft befasst sich vor
allem mit der Interpretation und Auslegung verschiedene Aspekte. Dazu
gehören die Soziologie, die Ästhetik, die Psychologie sowie
die Interpretation einzelner folkloristischer Gesichtspunkte.
Ein völlig neues Feld schlägt die angewandte Musikwissenschaft
ein. In erster Linie geht es hierbei um die Verarbeitung des zuvor
interpretierten. In diesem Bereich werden Fragen aufgeworfen, wie
beispielsweise der Bau bestimmte Instrumente und zur allgemeine Musiklehre.
Die historische Betrachtung darf im Zweig der Musikwissenschaften
nicht außer acht gelassen werden. Die Kenntnis über alte
Instrumente und deren grundlegenden Gemeinsamkeiten mit den heutigen
oder aber auch die Kenntnis über das Klangspektrum und Volumen
einzelner Instrumente sind heute ein wichtiger Bestandteil unserer
Musik. Die historische Musikwissenschaft befasst sich vorhanden mit
dem Schaffen und dem Sein Alter und neuer Komponisten. Sie stellt
den Vordergrund, warum beispielsweise Mozart, Verdi oder auch Händel
einem derartigen Eindruck hinterlassen haben.
Wie der Name bereits sagt befasst sich die Ethnologie
vor allem mit dem Musikkunde außerhalb Europas. Der Fokus liegt
dabei ganz klar auf afrikanische Stämmen, Bevölkerungen
mit indianischen Wurzeln und natürlich anderen zahlreichen ethnologischen
Minderheiten. In diesem Zusammenhang wird schnell klar, wie stark
unsere Musik und somit auch unser Musikverständnis von ethnologischen
Stilelementen geprägt ist.
Nicht nur das Musikverständnis hat sich im Laufe
der Zeit geändert. Der Umgang mit Musik ist viel leichter und
integrativer geworden. Dies sind bereits beim technologischen Fortschritt
an. In den Anfängen der klassischen Musik wäre es kaum denkbar
gewesen, dass sich die einzelnen Stücke multimedial verwenden
lassen.
Dank der Technologien ist ein einfaches und dauerhaftes speichern
von Musikmedien möglich. Auf Grund dieser Tatsache hat sich das
Hörverhalten in den letzten Jahren drastisch geändert. Die
Wahrnehmung der Musik ist bei Weitem nicht mehr so intensiv, wie Anfang
des 21. Jahrhunderts.
War es doch damals ein Highlight, die Radio Charts mit dem eigenen
Kassettenrekorder aufzunehmen. Welch innovativer Fortschritt ist zwar
- scheinbar. Die Musikkassette brachte zum ersten Mal neben der Schallplatte
Medien dauerhaft unter einen Hut. Anders als bei Plattenspielern entfielen
das ewige hin und her reißen des Tonarms. Bequem konnte nun
beliebig vor und zurückgespult werden. Der richtige Durchbruch
kam jedoch erst mit der CD. Selbst lästiges Spulen entfielen
nun. Vielmehr können die Lieder nun per Tastendruck angespielt
werden. Unter diesem Aspekt, wird Musik immer mehr in den Alltag integriert,
wobei das bewusste Zuhören mehr und mehr in den Hintergrund rückt.
Dieses Buch versucht zu erläutern, welche Bedeutung
Musik in früheren Zeiten hatte und welche Bedeutung Musik heute
beigemessen wird. Der Wandel der Zeit dienen auch hier nicht spurlos
vorüber.
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